04.05.2026
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Kreislaufwirtschaft in der Praxis: Maximale Wertschöpfung aus Aushubmaterial

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Auf der Baustelle kamen folgende Geräte zum Einsatz:

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Auf einer aktuellen Grossbaustelle in der Zentralschweiz zeigt ein führendes Tiefbauunternehmen, wie moderner Aushub heute funktioniert. Mit unserem hydraulischen Sieblöffel wird aus belastetem Mischmaterial direkt vor Ort wertvoller Sekundärrohstoff.


Die Herausforderung: Heterogene Bodenschichten

Bei grossen Bauprojekten stehen Unternehmer oft vor derselben Problematik: Der Boden besteht aus unterschiedlichen Schichten. Neben reinem Erdaushub finden sich wertvolle Kies- und Sandschichten, die jedoch mit Lehmanteilen sowie Erd- und Lehmbollen durchsetzt sind.
Ohne mechanische Aufbereitung wird dieses Material von Deponien nur als teurer Aushub entgegengenommen. Das Ziel unseres Kunden war klar: Dieses Potenzial nutzen, statt es kostenpflichtig zu entsorgen.

Die Lösung: Der Sieblöffel hydraulisch mit Exzenterwellen

Um das Material effizient und sauber zu trennen, setzt das Bauunternehmen auf den Sieblöffel hydraulisch. Das Anbaugerät ist flexibel an verschiedenen Baggern der Flotte (ausgerüstet mit vollhydraulischen Schnellwechslern) im Einsatz.

Der Prozess auf der Baustelle:

1. Der Aushub wird entnommen und für die Aufbereitung bereitgestellt.
2. Der hydraulische Sieblöffel übernimmt die Separation direkt vor Ort.
3. Je nach Bodenschicht entstehen hochwertiger Sand oder Kies der Klasse III.

Der entscheidende Vorteil: Schütteln statt Zerschlagen

Der technologische Vorsprung des Sieblöffel hydraulisch liegt in der Art der Bearbeitung: Das Material wird nicht zerschlagen, sondern durch die speziellen Exzenterwellen angehoben und intensiv ausgeschüttelt. Diese Technik ermöglicht eine präzise Kontrolle des Siebvorgangs. Sobald sich ein hoher Lehmanteil in der Schaufel ansammelt, kann dieser gezielt separat entleert werden. Dies verhindert eine Verunreinigung des bereits gewonnenen Sand- oder Kiesmaterials durch Lehmrückstände. Das Ergebnis ist ein sauberes Endprodukt, das frei von unerwünschten Lehmbollen ist und somit die strengen Annahmekriterien für Recyclingmaterial erfüllt.

Zusammenfassung der Vorteile für die Kreislaufwirtschaft:

  • Höchste Reinheit: Durch das selektive Entleeren von Lehmanteilen bleibt die Qualität von Sand und Kies (Klasse III) hoch.
  • Massive Kosteneinsparung: Drastisch reduzierte Deponiegebühren, da deutlich weniger Material als teurer Aushub entsorgt werden muss.
  • Ressourcenschonung: Das gewonnene Material bleibt im Baukreislauf und ersetzt den Zukauf von Primärrohstoffen.
  • Hohe Performance: Mit einer Tagesleistung von 300 m³ bis 400 m³ bleibt der Baufortschritt auch bei schwierigen Bodenverhältnissen gewahrt.