Pfahlköpfe effizienter und präziser mit dem Pfahl-Gebiss bearbeiten
Bei Neubauten kommen häufig armierte Betonpfähle zum Einsatz, um die Lasten des Bauwerks sicher in den Untergrund zu übertragen. Bevor die Pfähle mit der Bauwerkskonstruktion verbunden werden können, müssen die übergrossen Pfähle auf das erforderliche Sollmass eingekürzt werden. Dabei ist eine effiziente, präzise und zugleich schonende Bearbeitung des Pfahlkopfes entscheidend.
Herkömmliche Pfahlkopfbearbeitung
Traditionell werden Pfahlköpfe zunächst mit einem Kleinbagger und Hydraulikhammer eingekürzt. Anschliessend erfolgt die Feinarbeit von Hand mit einem Bohrhammer, bis das gewünschte Sollmass erreicht ist.
Diese Methode bringt
einige Herausforderungen mit sich:
- Während dem Arbeiten mit dem Hydraulikhammer bricht der Beton unkontrolliert, somit kann...
- (A) die Armierung verbogen werden, weil grosse Betonteile abbrechen, welche aber noch mit der Armierung verbunden sind.
- (B) der Pfahlkopf, auf welchem später das Fundament errichtet wird, Risse bekommen, was statische Probleme verursachen oder Nacharbeit mit sich führen kann.
- Die Arbeit mit dem Bohrhammer ist körperlich belastend und mit einer erhöhten Vibrationseinwirkung verbunden.
- Auch der Zeitaufwand ist beträchtlich: Im Durchschnitt werden rund drei Stunden für die Bearbeitung eines Pfahls benötigt.
Effiziente Pfahlkopfbearbeitung mit der Pfahlkopffräse und dem Egli Pfahl-Gebiss
Mit der Kombination aus Pfahlkopffräse und Betonbeisser XMB 2.8 mit Pfahl-Gebiss lässt sich die Pfahlkopfbearbeitung hingegen deutlich effizienter und kontrollierter durchführen.
- Zunächst wird der übergrosse Pfahl mit der Pfahlkopffräse gekürzt. Dabei wird der Beton innerhalb des Armierungskorbes bis auf die gewünschte Solltiefe ausgefräst. Die Pfahlkopffräse kann in die Maschinensteuerung des Baggers aufgenommen werden. Somit kann der Maschinist ohne zusätzliche Hilfsperson und auf Anhieb die exakte Frästiefe genau und effizient einstellen. Vorteilhaft bei der Pfahlkopffräse ist zudem, dass verschiedene Durchmesser und Fräswerkzeuglängen auf einem Gerät anwendbar sind. Das Werkzeug kann innerhalb von 1 bis 2 Minuten umgebaut werden.
- Die verbleibende Betonkrone wird anschliessend mit dem Betonbeisser XMB 2.8 und dem Pfahl-Gebiss präzise abgetragen, bis der gesamte Armierungskorb freigelegt ist.
Durch diese
Vorgehensweise bleibt die Bewehrung weitgehend geschützt. Gleichzeitig wird der
Pfahlkopf erschütterungsarm bearbeitet, wodurch das Risiko von unkontrollierten
Rissen am Pfahlkörper auf ein Minimum reduziert wird.
Besonders deutlich zeigt sich der Vorteil beim Zeitaufwand!
Während die herkömmliche Bearbeitung im Schnitt rund drei Stunden pro Pfahl beansprucht, kann die Bearbeitungszeit mit der Pfahlkopffräse und dem Pfahl-Gebiss um rund 80% reduziert werden. Gerade bei Bauprojekten mit einer grossen Anzahl an Pfählen ergibt sich daraus ein erhebliches Potenzial für eine effizientere Arbeitsweise. Zudem können die Arbeiten kontrollierter und mit deutlich weniger körperlicher Belastung ausgeführt werden.
Wie die Kombination aus Pfahlkopffräse und Egli Pfahl-Gebiss in der Praxis funktioniert, zeigt ein aktueller Baustelleneinsatz. Dabei wurden Pfahlköpfe mit einem Durchmesser von 1,5 Metern bearbeitet.
Die Kombination aus präzisem Abtragen, reduzierter Vibrationseinwirkung und deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten macht dieses Verfahren zu einer effizienteren Alternative zur herkömmlichen Pfahlkopfbearbeitung.